LERNEN FÜR DIE WELT VON MORGEN

Das Gymnasium Lappersdorf ist als interessierte Schule Mitglied im nationalen und internationalen Netzwerk der UNESCO-Projektschulen(UPS).

Dem Antrag der Schulgemeinschaft wurde von der Landeskoordination der bayerischen UNESCO-Projektschulen und vom Kultusministerium mit dem Schreiben vom 22.1.2013  zugestimmt.

Das Gymnasium Lappersdorf ist somit nach dem Neumarkter Ostendorfer-Gymnasium die zweite UNESCO-Projektschule der Oberpfalz.

Infos über Netzwerk und Erziehungsziele der UNESCO-Projektschulen unter www.ups-bayern.de<http://www.ups-bayern.de>

10.12.2016: STOLPERSTEINE zur Erinnerung an unsere Menschenrechte im Rahmen des Tages der Menschenrechte.

„Mit der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ haben die Vereinten Nationen eine Resolution verfasst, die als Absichtserklärung die darin enthaltenen Menschenrechte in möglichst allen Staaten durchsetzen und schützen will. Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“ – doch wie oft werden unsere Menschenrechte verletzt und mit Füßen getreten?

Aus diesem Grund haben unsere Achtklässler im Rahmen des Geschichtsunterrichts Stolpersteine erstellt, mit denen sie in Gruppenarbeit in unserem Schulhaus an die Menschenrechte erinnern wollen.  Da Stolpersteine in Form von Pappkartons in der Schule dann doch eine Gefahr darstellen und zudem erheblich beim Putzen stören, hat sie unser Hausmeister just an der Decke angebracht, wo sie jetzt für jeden ersichtlich sind. (Ein herzliches Dankeschön an unseren findigen Hausmeister!)

Anja Pilhofer (für die Unesco-AG)

20.10.2016: Eröffnung der Ausstellung „Unsere Schule ist bunt“ im Salzstadel, dem Besucherzentrum Welterbe der Stadt Regensburg.

Am 20.10.2016 fand am Abend die Vernissage zur Ausstellung „Unsere Schule ist bunt“ im Salzstadel statt. Die Schülerinnen und Schüler stellten das Gymnasium Lappersdorf als UNESCO-Projektschule im interessierten Status vor, indem sie Projekte und Aktionen aus dem Schulleben sowie die Ergebnisse verschiedener Arbeitsgemeinschaften dem Publikum präsentierten. Im Rahmen dieser Vernissage wurde auch ein Film über die Begegnungsreise zur Partnerschule, der One World Secondary School Kilimanjaro in Tansania, gezeigt. Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit von tansanischen und deutschen Jugendlichen ist Teil der Ausstellung, die noch bis zum 17.01.2017 im Salzstadel zu sehen ist. Neben einer Fotoreihe, die das Zusammenwachsen der Jugendlichen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zeigt, können in der Ausstellung Bilder zum Motto „Me – now and in 20 years“ – Schülerarbeiten der beiden Partnerschulen, Impressionen zu den ersten Lappersdorfer Olympischen Spielen 2016 sowie Fotos und Informationen zu den Arbeitsgemeinschaften UNESCO und Tansania bestaunt werden. Wir bedanken uns bei der AG Film für die Erstellung zweier Videos für diese Ausstellung und vor allem bei der AG „Ich in 20 Jahren – Organisation einer Ausstellung“, die eine hervorragende Arbeit geleistet hat. Hier können Sie auch einen Bericht über die Tansaniareise von Frau Carola Grüninger-Schmitz lesen.

Welterbe erleben – Das UNESCO-Jugendcamp Bayern 2016

Das Wetter hätte nicht besser sein können, als sich 69 Schülerinnen und Schüler und 21 Lehrkräfte aus ganz Bayern auf den Weg zum DGB-Camp nach Markelfingen aufmachten. Mit dabei war auch eine Delegation unter der Führung von Frau Bohlender, die dem am Vortag vorausgeeilten Organisator Herr Leikam, ebenfalls von der PHR, hinterher fuhr. Dass fünf Mal Umsteigen durchaus auch zu Verspätungen führen kann, nahmen wir mit Humor, testeten die bahnhofseigenen Eisdielen und genossen das Bodenseepanorama umso mehr. Bei der Ankunft empfingen uns das Team vom KAP – Institut, die die Schülerinnen und Schüler an erlebnispädagogischen Stationen dazu brachten über sich hinaus zu wachsen. Nach dem gemeinsamen Abendessen wurden am Lagerfeuer Marshmallows und mit Schokolade gespickte Bananen gegrillt.

Am nächsten Tag ging es nach Birnau in die barocke Klosterkirche, die von einem Schüler mutig als Jugendstilkirche erkannt wurde. Der sehr engagierte Pater Konrad erklärte uns alle sieben Altäre mit ihren Heiligen, und zwar so, dass es tatsächlich richtig spannend war. (Keine Ironie!) Ein Fußmarsch führte uns durch ein Naturschutzgebiet nach Unteruhldingen zum am Ufer gelegenen Pfahlbautenmuseum. Nach einer spannenden Einführung wurden den Schülerinnen und Schülern das Leben in der Stein- und Bronzezeit sowie Arbeitsweisen der Archäologie vermittelt, während wir Lehrer einen geführten Rundgang über das weitläufige Gelände machten.

In den Workshops beschäftigten sich unsere Jüngsten mit der Herstellung von Kämmen, Schmuck aus Hirschhorn und dem Steinzeithandy, dem sogenannten Schwirrholz. Außerdem wurden Angeln und Schmucknadeln hergestellt. Die Ältesten ahmten die Arbeit eines Archäologen nach, indem sie Knochenfunde und Pflanzenreste bestimmten und katalogisierten, Scherben vermaßen und das Alter von Bäumen anhand ihrer Jahresringe ermittelten. Mit Sport und Spiel ließen wir den Abend ausklingen.

Durch das UNESCO-Jugendcamp konnte somit nicht nur das Welterbe erlebt, sondern auch die Netzwerkarbeit vertieft werden. Wir bedanken uns bei der Hermann-Gutmann-Stiftung und dem Kultusministerium für die bereitwillige Förderung des Jugendcamps 2016.

Anja Pilhofer

UNESCO meets Olympia

Was macht man, wenn aus der Sportfachschaft die tolle Idee kommt, dass man zum Jahresabschluss auch mal eine Sportolympiade stattfinden lassen könnte und gleichzeitig der - im zweijährigen Rhythmus - vorgeschlagene UNESCO-Projekttag ansteht? Richtig! Man verknüpft beide Ideen!

So hat man sich zusammengesetzt und Länder ausgewählt, über die man eigentlich nicht Bescheid weiß, und diese allen Klassen unserer Schule zugelost, sodass am Ende jede Klasse für ein Land die Verantwortung trug. Das Konzept dahinter ist, dass man nicht nur sportlich und fair die olympischen Spiele begeht - es wurde sogar das Olympische Feuer, ein Symbol der allgemeinen Friedenszeit, von handwerklich begabten Lehrkräften zusammengeschraubt – sondern, dass jede Klasse Informationen über das jeweilige Land einholt und sich zum Beispiel Gedanken macht, inwieweit in „ihrem“ Land Menschenrechtsverletzungen stattfinden, ob Meinungsfreiheit vorherrscht, welche Religionen das Land dominieren, ob es diesbezügliche Probleme gibt, welche geografischen Besonderheiten das Land aufweist etc. Außerdem sollte eine kreative Umsetzung mit all diesen Ergebnissen erfolgen. Dies fand am UNESCO-Projekttag statt.

Darüber hinaus wurde von den Sportlehrern das Olympiagelände rund um das Schulgebäude abgesteckt und die Zuordnung zu den Wettkampfdisziplinen vorgenommen. So übten manche Klassen die Nationalhymne ein, andere flochten Armbänder in den Farben „ihres“ Landes, wieder andere gestalteten Informationsplakate oder übten einen für „ihr“ Land typischen Tanz ein. Damit der Anreiz hierfür gesteigert und eine Verknüpfung mit den sportlichen Disziplinen stattfinden konnte, wurden dafür Kreativitätspunkte vergeben, die Eingang in die sportliche Bewertung fanden.

Leider machte der Wettergott uns zwei Mal einen Strich durch die Rechnung, so dass die Olympiade verschoben werden musste. Aber dank des Organisationstalents der Mitglieder der Fachschaft Sport – allen voran StR Uli Schiller – wurden die Spiele von dem Sportgelände auf das Schulgelände verlegt – und die Schulgemeinschaft  konnte endlich die olympischen Spiele begehen! Ein herzliches Dankeschön an StR Uli Schiller für seinen unermüdlichen Einsatz!

Anja Pilhofer

 

Aktion der UNESCO AG zum Thema Kinderrechte im Schuljahr 2015/16

Menschenrechte und Kinderrechte werden vielerorts immer noch mit Füßen getreten, nicht eingehalten, nicht respektiert. Deswegen hat die UNESCO-AG im Rahmen der jährlichen Informationsveranstaltungen für die fünften Klassen dieses Thema als Schwerpunkt gewählt. Nachdem die Schülerinnen und Schüler der UNESCO-Projektschulen aufgeklärt wurden, haben diese zusammen mit den Fünftklässlern die Kinderrehcte in Gruppen erarbeitet und je ein Kinderrecht auf einen Fußabdruck geschrieben. Diese Fußabdrücke wurden dann im Haupttreppenaufgang an den Boden geklebt, sodass die Schüler jeden Tag über ihre Rechte in ihre Klassenräume gelangen. Dies auch als Zeichen dafür, dass gerade Kinderrechte immer noch "mit Füßen getreten" werden.

„Dillinger Resolution“ der ups-Schulen zu den Anschlägen in Paris

Die Anschläge vom 13. November in Paris haben uns von den bayerischen ups-Schulen tief getroffen und bestürzt. Wir trauern mit den Angehörigen der Opfer und mit der ganzen französischen Nation.

Die erbarmungslosen Angriffe, die mehr als 120 Menschen in den Tod rissen, galten auch uns und unseren gemeinsamen Überzeugungen und Werten. Gerade für diese Werte ist Paris ein Symbol. Hier wurde für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit gekämpft, hier wurde die erste Erklärung der Menschenrechte veröffentlicht und hier hat die UNESCO ihren internationalen Sitz. Und: Paris ist die Stadt der Kunst und der Lebensfreude. Eine dogmatische, menschenverachtende und intolerante Ideologie will all das wegbomben und dauerhaft zerstören, wofür Paris leuchtendes Symbol ist.

Geschichte und Gegenwart lehren uns schmerzlich, dass Freiheit, Frieden, kulturelle Identität und Selbstbestimmung nicht selbstverständlich sind. Sie mussten erst mühsam errungen und müssen heute wie ein kostbarer Schatz bewahrt und behütet werden. Wir von den ups-Schulen sind davon überzeugt, dass ein friedliches Miteinander der Kulturen und Religionen nicht nur wünschenswert, sondern auch möglich und notwendig ist.

Die vielen Probleme und Herausforderungen unserer gemeinsamen Welt lassen sich nur im Geiste der Offenheit und des Miteinanders lösen. Dazu ist nötig, dass jedem Menschen die Möglichkeit eröffnet wird, ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben zu führen, unabhängig von Religion, Geschlecht oder Herkunft. Toleranz, Respekt und Offenheit gehören deshalb zu unseren Leitlinien, die das Selbstverständnis unserer pädagogischen Arbeit prägen. Vor genau 70 Jahren, am 16. November 1945, wurde die Verfassung der UNESCO veröffentlicht. Darin heißt es: Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden.

In diesem Sinne verstehen wir als ups-Schulen die furchtbaren Anschläge als Auftrag, unseren pädagogischen Einsatz im Geiste des Friedens, der Toleranz und der Menschenrechte noch zu verstärken. Das sind wir nicht nur den Opfern von Terror und Gewalt schuldig, sondern auch der Zukunft unserer Kinder.

UNICEF-Aktionstag für Kinderrechte am 20.11.2014

Die Klassen 6b und 6d haben sich 25 Jahre nach der Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention mit dem Thema Kinderrechte intensiv im Religions- und Ethikbeschäftigt. Ihre Wünsche haben sie auf ausgeschnittene Hände geschrieben und das Treppengeländer damit geklebt, sodass jeder, der das Haus betrat, sie lesen konnte: "Keine Kinderarbeit", "Recht auf Sicherheit", "Ich wünsche, dass es den Kindern in Afrika besser geht", "Dass auch Kinder im Parlament" lauteten einige ihrer Wünsche. An einem von den Kindern betreuten Informationsstand konnten sich auch die anderen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums schlau machen und selbst "Wunsch-Hände" schreiben.

Am 20.11., dem UNICEF-Aktionstag für Kinderrechte, kam dann die Bundestagsabgeordnete Frau Astrid Freudenstein in die Schule, um mit den Kindern über das Thema zu sprechen. Frau Freudenstein war nicht nur beeindruckt, wie gut informiert sich die 6.-Klässler zeigten, sondern sie machte auch deutlich, wie sehr ihr das Thema am Herzen liegt, und nahm sehr gerne die Wünsche der Kinder entgegen. So finden die Anliegen und Ideen unserer Schülerinnen und Schüler ihren Weg nach Berlin in den Bundestag!

In der Stillen Pause im Advent werden Schülerinnen und Schüler der Jgst. 6 Armbänder in den Friedensfarben verteilenund ebenfalls nach Berlin schicken.

Das Foto unten beweist. Unsere Regenbogenbänder sind angekommen! (Bild: Astrid Freudenstein, MdB, Kai Whittaker, MdB, Gabriele Schmidt, MdB)

Aktion der 8. Klassen zum Thema "Menschenrechte"

Im Rahmen der Menschenrechtswoche und dem Tag der Menschenrechte am 10.Dezember, dem Tag also, an dem 1948 die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" durch die UN-Generalversammlung verabschiedet wurde, beschäftigten sich alle Schüler der 8. Jahrgangsstufe in ihrem Geschichtunterricht mit den in der Erklärung festgesetzten dreißig Menschenrechten. Aufgeteilt in Gruppen wurde schnell deutlich, dass man vielleicht das eine oder andere Menschenrecht kennt - aber sicherlich nicht alle. Jede Klasse erarbeitete unterschiedliche Menschenrechte und gestaltete hierzu je ein Plakat. Alle dreißig Menschenrechte wurden dann an der gesamten Fensterfront des zweiten Stocks aufgehängt und mittels einer Durchsage wurden alle Schüler über die Aktion informiert. Jetzt kann jeder Schüler auf dem Weg in sein Klassenzimmer an seinen Menschenrechten vorbeigehen, sich informieren, darüber mit anderen ins Gespräch kommen. Sicherlich bleibt so das eine oder andere Menschenrecht besser in Erinnerung.

Bilder von unserer Sonnenblumenaktion zum 60jährigen Bestehen der Unescoschulen!

Wir hatten uns entschlossen, ein PEACE-Zeichen zu pflanzen. Leider konnte man diese nur erkennen, als die Sonnenblumen noch klein waren - aber Spaß gemacht hat`s trotzdem!!