Fachschaft Geographie

„Nichts bildet und kultiviert den gesunden Verstand mehr als Geographie.“
Immanuel Kant

Fast alle aktuellen Prozesse und Probleme, wie z.B. Klimawandel, Globalisierung, Bevölkerungswachstum, Erdbeben- und Hochwasserkatastrophen sowie Migration, entstehen durch das Zusammenspiel naturgeographischer Gegebenheiten und menschlicher Aktivitäten. Die Kompetenzen im Umgang mit diesen Erscheinungen können insbesondere durch die Verknüpfung von naturwissenschaftlicher und gesellschaftswissenschaftlicher Bildung im Rahmen des Geographieunterrichtes aufgebaut werden.

Der Lehrplan für das G8 formuliert das Selbstverständnis des Faches folgendermaßen:

Im Fach Geographie beschäftigen sich die Schüler mit räumlichen Strukturen und Prozessen auf der Erde. Ziel ist es, die Erde als Lebensgrundlage des Menschen in ihrer Einzigartigkeit, Vielfalt und Verletzlichkeit zu begreifen und verantwortungsbewusst mit ihr umzugehen. An globalen, regionalen und lokalen Raumbeispielen zeigt das Fach Geographie sowohl die gestaltende Wirkung der Naturkräfte als auch die raum-prägenden Einflüsse des Menschen. Die Schüler lernen somit, natur- und gesellschaftswissenschaftliche Erkenntnisse, Sichtweisen und Methoden zu verbinden.

Die genauen Lehrplaninhalte für die einzelnen Jahrgangsstufen können online unter www.isb.bayern.de abgerufen werden.

Jugendakademie an der One World Secondary School Kisangara/ Tansania vom 01.- 15.10.2015

Zum Tansaniabericht

„Mein Afrika!“ – ein schülerorientierter, individualisierter Zugang zur Topographie Afrikas

„Stadt, Land, Fluss“ – ein beliebtes Spiel bei Schülerinnen und Schülern! Doch muss man tatsächlich ALLE Staaten Afrikas, alle Gebirge und Flüsse, Wüsten und Seen auf diesem Kontinent kennen und verorten können? Die Klassen 8a und 8b haben sich beim Einstieg in das Thema „Afrika“ selbst Gedanken gemacht, „was man so wissen sollte“ und welche topographischen Ankerpunkte und Regionen eine Orientierung auf diesem so riesigen wie vielfältigen Kontinent erleichtern. Die individuelle Gestaltungsmöglichkeit der so genannten „stummen Karten“ erwies sich letztlich als weitaus motivierender als ein ermüdendes chronologisches und enzyklopädisches Abarbeiten aller Staaten, Hauptstädte, Flüsse, usw. Außerdem bilden die erstellten Karten kein statisches Produkt, sondern werden im Laufe der weiteren Unterrichtsstunden thematisch und topographisch erweitert und miteinander verglichen. Sinn dieser Übung ist es, am Ende der Unterrichtssequenz ein topographisches Grundraster (mental map) bei den Schülerinnen und Schülern zu erzeugen, das sowohl konsensfähige Inhalte (Grundwissen/Allgemeinbildung) aufweist, als auch individuelle Erweiterungen vor dem Hintergrund von eigenen Interessen und Erfahrungen zu Afrika („Fußballstaaten“, Verknüpfungen mit der Tierwelt, Urlaubsreisen, Partnerschule OWSSK in Tansania, ...) beinhaltet. 

Hier die Ergebnisse einiger Schülerinnen: