Fachschaft Deutsch

Auszug aus dem Fachprofil Deutsch im Lehrplan

Der Deutschunterricht am Gymnasium ermöglicht durch die intensive Beschäftigung mit Sprache und Literatur kommunikative Kompetenz, kulturelle und ästhetische Bildung sowie Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.[…] Er verhilft den Schülern dazu, mit Informationen umzugehen, Phantasie auszubilden und Probleme kreativ zu lösen. Damit schafft der Deutschunterricht wesentliche Voraussetzungen für den Unterricht und den Lernerfolg in allen Fächern und Jahrgangsstufen. Auf Grund der intensiven Beschäftigung mit der deutschen Sprache und der Auseinandersetzung mit wertbezogenen Fragen von Individuum, Gesellschaft und Welt in literarischen und nicht-literarischen Texten bestimmt das Fach Deutsch die Persönlichkeitsbildung wesentlich mit, fördert vernetztes Denken und erfüllt vielfältige fächerübergreifende und integrative Funktionen.

Ich gebe zu, dass mein Verhältnis zur deutschen
Sprache wie mein Verhältnis zu meiner Frau ist:
Ich liebe sie, ich bewundere sie, ich verstehe sie meistens,
aber ich beherrsche sie nicht.
Hans Blix

Damit man dies am Ende seiner Schullaufbahn am Gymnasium nun gerade nicht von seiner Muttersprache behauptet, stellt das Fach Deutsch ein zentrales Kernfach am Gymnasium dar. Der Lehrplan für das Gymnasium in Bayern sieht für das Fach Deutsch in jeder Jahrgangsstufe vier Pfeiler vor: Mündlicher Sprachgebrauch, schriftlicher Sprachgebrauch, Wissen über die Sprache und ihre Strukturen, Kenntnisse über Literatur und andere Texte und ihre Merkmale. Außerdem trägt das Fach unter anderem zur Werte- und Medienerziehung bei.

Natürlich ist es ein Hauptanliegen des Deutschunterrichts, dass Schüler sich in möglichst vielen Situationen mündlich wie schriftlich sprachlich und sachlich angemessen und adressatenbezogen äußern können. Dazu dienen die Aufsatzerziehung, aber auch das Training zu Bewältigung von Sprechsituation, sei es das Begründen von Meinungen, beispielsweise durch die Debatte in der 9. Jahrgangsstufe und das Referat über die verschiedensten Inhalte in allen Jahrgangsstufen. Gerade durch den Einsatz des Smartboards erlangen die Schülerinnen und Schüler hier auch sukzessive die für das spätere Berufsleben so wichtige Medienkompetenz.

Daneben versteht sich das Fach Deutsch auch als Vermittler der deutschen Literatur und der von ihr vertretenen humanistischen Werte. Schon ab der Unterstufe werden die Jugendlichen an lyrische, epische und dramatische Texte herangeführt – sei es durch die Lektüre oder durch regelmäßig angebotene Theaterbesuche, was durch die Nähe zu den Regensburger Bühnen nahe liegt.  Eine Besonderheit ist hier die von unserem ganzen Kollegium getragene Leseförderung in der Unterstufe. Das Projekt nennt sich „Lies dich fit“ und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern durch zusätzliche Lesestunden die für den schulischen Erfolg unabdingbare Lesekompetenz zu erlangen.

Dass wir die Schülerinnen und Schüler freilich zu einem korrekten Gebrauch der deutschen Sprache im Hinblick auf Rechtschrift und Grammatik erziehen, liegt auf der Hand. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass grammatische Kenntnisse nicht nur vorteilhaft für den Fremdsprachenunterricht sind, sondern dass grammatische Kenntnisse auch bei der Beschreibung und Analyse von komplexeren Texten ab der Mittelstufe funktional eingesetzt werden.

 

…hier noch einige lesenswerte Links:

Lektüretipps ohne Ende

http://www.leseforum.bayern.de

Das Deutsche Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm  
Bei diesem Werk handelt es sich um das deutschsprachige Wörterbuch mit der längsten Bearbeitungszeit und der bei weitem umfangreichsten Erfassung der deutschen Sprache.

www.dwb.uni-trier.de/index.html

Projekt Gutenberg (Bibliothek mit zahllosen Texten der deutschen Literatur) 

http://gutenberg.spiegel.de/info/info.htm

Lernplattform zur Literaturgeschichte (zeitonline)

 

blog.zeit.de/schueler/literatur/

Fachbegriffe für den Deutschunterricht

http://www.teachsam.de/deutsch/glossar_deu.htm

Deutsche Literatur,

Autoren und literarische Epochen

www.xlibris.de

Deutscher Jugendliteraturpreis

http://www.djlp.jugendliteratur.org/

Bühne frei für das „theater-spielzeit“ Landshut und ihr preisgekröntes Stück „ Das Herz eines Boxers“ von Lutz Hübner

Am 19.12.2016 öffnete sich wieder der nicht vorhandene Vorhang auf der Bühne des Gymnasiums Lappersdorf für das Jugendstück „ Das Herz eines Boxers“. Damit wurde quasi die von allen ersehnte „Staade Zeit“ eingeläutet, was man auch am aufgeregten Gemurmel der Schüler merkte. Doch sofort nach Beginn der Aufführung wurden die Siebt- und Achtklässler von den Schauspielern in den Bann gezogen und in die Welt eines Altenheims entführt, in dem ein ehemaliger Boxer einem jungen Straffälligen nicht nur aus seiner bewegten Vergangenheit erzählt, sondern ihm auch Wesentliches über das Zusammenleben, die Liebe und das Leben beibringt. Der Zwischenapplaus und der tosende Endapplaus bestätigten, dass das „theater-spielzeit“ es wirklich versteht, auch ein junges Publikum zu begeistern. Herzlichen Dank dafür!

Anja Pilhofer für die Fachschaft Deutsch

Europäische Integration? Jugend Debattiert Grenzenlos!

Soll eine andere europäische Sprache als Englisch als erste Fremdsprache an europäischen Schulen unterrichtet werden? Und: Sollten alle Schüler in der EU zu einen Schüleraustausch in ein anderes Land der EU verpflichtet werden? - Diese zwei Fragen debattierten zehn Schüler des Gymnasiums Lappersdorf und zehn Schüler der Deutschen Schule Prag am Ende eines ereignisreichen Workshops von Jugend Debattiert Grenzenlos in Lappersdorf. Klar formulierte Pro- und Contrapositionen standen sich ebenso gegenüber wie Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Das Publikum staunte nicht schlecht über so viel Debattierleidenschaft. Doch woher kam all die Expertise und das Wissen für die spannenden Abschlussdebatten?

Nachdem die tschechischen Schüler am Dienstagabend von ihren deutschen Gastfamilien herzlich empfangen worden waren, begann direkt am Mittwochmorgen das Programm mit Herrn Neetz, einem Referenten der Europäischen Akademie Bayern. Aus dem Kopf gezeichnete Karten Europas, welche die Realität mal mehr mal weniger in ihren wirklichen Dimensionen widerspiegelten, dienten als Ausgangspunkt für interessante Informationen zur Funktionsweise der Institutionen der Europäischen Union und der Haltung verschiedener EU-Mitgliedsstaaten zur Gemeinschaft ihrer Länder, die ja nicht immer positiv ist. Am Nachmittag begann dann das Debattentraining mit Jugend Debattiert-Mitbegründer und Rhetorik-Coach Tim Wagner, das die Schüler nicht nur für das Debattieren zur europäischen Integration fit machte, sondern auch richtig Spaß brachte.

Mit "Think global, act local" konnte man dann den Abend überschreiben, für den sich die Schüler in die Küche des Slow Food-Kochs Christoph Hauser begaben. Hier wurde geschnippelt, gebrutzelt, gekocht und gebraten bis Kürbisknödel, Chicken Curry, Chakalaka und Apfel Crumble auf dem Tisch standen und verzehrt werden konnten. Ganz nebenbei erfuhren die Jugendlichen, wie wichtig es ist neben der sorgsamen Zubereitung auf die saisonale und regionale Herkunft aller Zutaten zu achten.

Am nächsten Morgen berichtete die Integrationsforscherin der OTH Regensburg, Professor Haug, über Migration nach und aus Deutschland. Unter ihrer Anleitung entwickelten die Jugendlichen Möglichkeiten, wie man ankommenden Flüchtlinge direkt helfen kann. Wie dann die Integration in die deutsche Gesellschaft gelingen kann, darüber sprach Björn Reschke von Pro Asyl Regensburg mit den deutschen und tschechischen Schülern.

Nachmittags übten sich die Jugendlichen beim erneuten Debattentraining mit Tim Wagner im Halten von guten Eröffnungs- und Schlussreden. Beim gemeinsamen Pizzaessen am Abend wurde der Teamgeist der binationalen Gruppe auch kulinarisch gestärkt. Dieser kam am kommenden Tag direkt zum Einsatz als unter der professionellen, humorvollen Anleitung von Tim Wagner die Abschlussdebatten in gemischten Gruppen vorbereitet wurden. Sie bildeten das Finale eines ereignisreichen Workshops zu den Möglichkeiten und Grenzen der Europäischen Integration, von vier Tagen voller intensiver Arbeit, aber mit eben soviel Lachen und Spaß. Am Ende waren die Schüler selbst überrascht, wie lange sie konzentriert arbeiten können, und dabei sogar Freude haben. Und was die europäische Integration angeht, haben diese Regensburger und Prager Debattanten gezeigt, dass es ein Leichtes ist, sie gelingen zu lassen, auch, oder gerade mit,  kontroversen Positionen.

Daniela Dombrowsky liest zum Welttag des Buches für unsere Fünftklässler

Am 23. April wird weltweit der UNESCO-Welttag des Buches gefeiert. Da in diesem Jahr der Tag auf einen Samstag fällt, wurde dieser Tag bereits am 20.04. begangen. Parallel zu einer Kunstausstellung, in der unsere Zehntklässler aus Büchern Skulpturen geformt haben, konnten unsere Fünftklässler heute eine andere Art von Deutschunterricht genießen!  Sehr lebendig und mitreißend las Daniela Dombrowsky von der gleichnamigen Buchhandlung aus vier verschiedenen Kinder- und Jugendbüchern vor. Dadurch, dass sie die Schüler immer wieder in ihr Vorlesen eingebunden hat, wurde es nie langweilig. Daniela Dombrowsky hat zudem auch noch eine Auswahl an weiteren Büchern mitgebracht, die sich die Schüler im Laufe der Woche in der Bibliothek ansehen und auch bestellen können.

Theaterbesuch der 8. Klassen am 23.02.16 zusammen mit der Mittelschule Lappersdorf

Dank einer Anfrage seitens der Mittelschule Lappersdorf  und durch die wertvolle Unterstützung  des Kreisjugendamtes konnten wir zusammen mit der Mittelschule das Theaterstück „Anisa“ ansehen. Die Flüchtlingsproblematik wird hier anhand des Tagesbuches eines Flüchtlingskindes dargestellt. Angenehm aufgefallen ist, dass es den beiden Darstellern mit wenigen Mitteln (Bild-Projektion als Bühnenbildersatz durch einfachste, fast schon kindliche Zeichnungen) gelungen ist, eine Theatersituation herzustellen. Im Gespräch mit den Schülern haben sie positiv herausgestellt, dass einer der beiden Darsteller das Stück durch Hintergrundinformationen zur Thematik bereichert hat. Diese empfanden sie als gleichzeitig informativ und unterhaltend. Kritisch anzumerken ist vielleicht, dass das Stück die Flüchtlingsthematik relativ einseitig darstellt, was sich aber auch aus der Tagebuchsituation ergibt.

 

10.12.2016 Vorlesewettbewerb der 6. Klassen

Wie jedes Jahr nahmen auch im Herbst 2015 die Schüler/innen der 6. Klassen am Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels teil.

Dazu haben alle drei Klassen jeweils zwei Klassensieger erkoren, aus denen dann am 10. Dezember 2015 eine Schulsiegerin gekürt wurde: Aliza Beit-On aus der Klasse 6B hat ihre Textpassage aus dem Buch „Clara und die Magie des Puppenmeisters“ von Laura Amy Schlitz und vor allem den Fremdtext aus „Winterwolf“ von Sigrid Zeevaert so überzeugend vorgetragen, dass die Jury – bestehend aus den Deutschlehrerinnen Frau Hösl, Frau Mosbauer und Frau Dr. Zametzer sowie dem Schulleiter, Herrn Sellner, - zu einem einstimmigen Ergebnis kam und Aliza als Schulsiegerin kürte.

Dicht folgte ihr mit einer sehr einfühlsamen Darbietung einer Textstelle aus „Potilla“ von Cornelia Funke Johanna Hanke aus der Klasse 6A. Vitus Ascher, ebenfalls aus der 6A, gab eine lustige Passage aus „Doktor Prokters Pupspulver“ von Jo Nesbo zum Besten.

Aus Klasse 6B nahm am Schulentscheid neben der Schulsiegerin Aliza Beit-On auch Katja Kapfenberger teil, die äußerst engagiert aus dem Buch „Mein überhaupt nicht fabelhaftes Leben und andere Katastrophen“ von Catherine Wilkins vorlas.

Die Klasse 6C wurde von der ebenfalls gut vorbereiteten Lisa-Marie Graf vertreten, die eine Passage aus „Nightmare. Die Schrecken der Nacht“ von Jason Segel vortrug, sowie von Valentin Lang, der eine Textstelle aus J.K. Rowlings „Harry Potter. Die Kammer des Schreckens“ vorlas.

Die 10. Klassen des Gymnasium Lappersdorf besuchen die Faustvorstellung im Theater Regensburg

Am 10.12.2015 hatten die Zehntklässler die Gelegenheit, sich die Inszenierung des Klassikers „Faust“ von Goethe anzusehen. Und sie bekamen einiges zu hören und zu sehen. Das Regensburger Ensemble kam mit nur einem Bühnenbild aus, das an die Sitzordnung in einem Hörsaal erinnerte. Mit elektronischen Soundelementen und zahlreichen Videoclips wurde das junge Publikum durchaus angesprochen und alte Sehgewohnheiten durchbrochen. Die Anspielungen auf Faust II wirkten mitunter recht verstörend und unverständlich. Doch warum nicht etwas Neues wagen? Alles in allem also ein spannender und ungewöhnlicher Abend im Theater!

 

Vorlesewettbewerb der 6. Klassen im Schuljahr 2015/16

Wie jedes Jahr nahmen auch in diesem Herbst die Schüler/innen der 6. Klassen am Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels teil.

Dazu haben alle drei Klassen jeweils zwei Klassensieger erkoren, aus denen dann am 10. Dezember 2015 eine Schulsiegerin gekürt wurde: Aliza Beit-On aus der Klasse 6B hat ihre Textpassage aus dem Buch „Clara und die Magie des Puppenmeisters“ von Laura Amy Schlitz und vor allem den Fremdtext aus „Winterwolf“ von Sigrid Zeevaert so überzeugend vorgetragen, dass die Jury – bestehend aus den Deutschlehrerinnen Frau Hösl, Frau Mosbauer und Frau Zametzer sowie dem Schulleiter, Herrn Sellner, - zu einem einstimmigen Ergebnis kam und Aliza als Schulsiegerin kürte.

Sehr dicht folgte ihr mit einer sehr einfühlsamen Darbietung einer Textstelle aus „Potilla“ von Cornelia Funke Johanna Hanke aus der Klasse 6A. Vitus Ascher, ebenfalls aus der 6A, gab eine lustige Passage aus „Doktor Prokters Pupspulver“ von Jo Nesbo zum Besten.

Aus der Klasse 6B nahm am Schulentscheid neben der Schulsiegerin Aliza Beit-On auch Katja Kapfenberger teil, die äußerst engagiert aus dem Buch „Mein überhaupt nicht fabelhaftes Leben und andere Katastrophen“ von Catherine Wilkins vorlas.

Aus der  Klasse 6C nahmen ebenfalls gut vorbereitet Lisi, die aus „Nightmare. Die Schrecken der Nacht“ von Jason Segel vortrug, sowie Valentin mit einer Passage aus J.K. Rowlings „Harry Potter. Die Kammer des Schreckens“ teil.

 

Welttag des Buches

Dr. Lotte Kinskofer las aus ihrem Jugendkrimi „Aufgeflogen“

Was bedeutet es, keine Papiere zu haben und illegal und unter unmenschlichen Lebens-umständen in Deutschland zu leben? Frau Dr. Kinskofer las am 23.04.2015 in der Aula für die 9. Klassen des Gymnasiums Lappersdorf sowie der Mittelschule Lappersdorf aus ihrem Jugendbuch „Aufgeflogen“, das am Beispiel zweier befreundeter Jugendlicher, Isabel und Christoph, dieses gesellschaftskritische Thema behandelt. Im Anschluss an die atmosphärisch dichte und abwechslungsreiche Lesung, bei der den Schülerinnen und Schülern auch ein äußerst interessanter Einblick in die lektorierte Fassung des 2011 erschienenen Romans gewährt wurde, stellte sich die Autorin offen und unverkrampft allen Fragen des jungen Publikums. Schreiben Sie lieber Liebes-oder Actionszenen? Wie lange dauert es, bis ein Buch erscheint? Was halten Sie von der Flüchtlingspolitik der europäischen Regierungen? Was verdienen Sie an einem Exemplar? Was bedeutet Ihnen die Arbeit beim Fernsehen im Vergleich zur Schriftstellerei? Abschließend führte Frau Dr. Kinskofer noch „Regie“ bei einem Drehbuch-Workshop und demonstrierte den SchülerInnen der 9d, wie ein (Film-)Drehbuch oder eine Dialogszene aufgebaut wird, und regte zum Schreiben eines eigenen „Plots“ und zu Überlegungen der „Backstory des Helden/der Heldin an.

 

Elisabeth Hacker   

Projekt: „Zeitung in der Schule“

Anlässlich des Projektes „Zeitung in der Schule“, das von der Mittelbayerischen Zeitung angeboten wird, konnte die Klasse 8a eine Trainingseinheit des EVR besuchen. Vor Ort konnten Spieler interviewt, hinter die Kulissen geschaut und das Training beobachtet werden. Als „Gegenleistung“ hat der Schüler Peter Meider auf Basis eigener Beobachtungen sowie der geführten Interviews einen Zeitungsartikel für die MZ verfasst, der dort in der Ausgabe vom 03.03.2015 erschienen ist. In der Online-Fassung sind noch weitere Fotos zu finden. Peter hat auch passend zum Anlass eine Karikatur gezeichnet.

Theaterabend für die 9. Klassen im Theater der Jugend: „1984“ von George Orwell

Am 05.03. 2015 bekamen  unsere Neuntklässler die Gelegenheit, sich auch  im Theater mit totalitären Machtstrukturen auseinanderzusetzen. Quasi unbemerkt führte sie ein vorgelagertes Showelement, das scheinbar gar nicht zum Stück gehörte, in die Thematik ein und brachte die Schüler dazu, Parolen, die später im eigentlichen Theaterstück noch eine Rolle spielen sollten, mit zu skandieren. Unheimlich und beängstigend wurde dann die Welt von „1984“ gezeigt, in der Gedanken kontrolliert werden wollen, in der die eigenen Kinder den Vater an den „Großen Bruder“ ausliefern, in der auch Liebe und Freundschaft nichts zählt, weil überall Verrat droht. Alles in allem ein Theaterabend, der sich ideal in die in dieser Jahrgangsstufe besprochenen Unterrichtsinhalte fügte.

Jugend debattiert grenzenlos

Im Schuljahr 2014/15 wird das Gymnasium Lappersdorf Projektschule von Jugend debattiert und darf somit Schüler in den größten Rhetorikwettbwerb Deutschlands schicken. Gleichzeitig ergab sich damit auch die Möglichkeit, mit der Deutschen Schule in Prag Kontakt aufzunehmen, welche bislang recht erfolgreich an Jugend debattiert international teilgenommen hat und auch an einer grenzüberschreitenden Kooperation interessiert war. So kamen acht tschechische Schülerinnen und Schüler mit ihren Begleiterinnen, Frau Tkadeckova und Frau Probst, vom 3. bis 6. Dezember 2014 nach Regensburg, um gemeinsam in deutscher Sprache Möglichkeiten der Drogenprävention zu recherchieren, bei Experten Erfahrungen einzuholen, Rhetorik zu üben und miteinander über etwaige Lösungsmöglichkeiten zu debattieren.

Gleich bei der Ankunft wurden sie von Schülern der 9b und 9c und den Lehrkräften Herrn Kufner und Frau Heil, mit denen sie gemeinsam den Workshop bestreiten sollten, empfangen und zu einer Stadtführung eingeladen. Am folgenden Donnerstag ging es in die thematische und methodische Erarbeitung zum Thema Drogenprävention und verschiedene Debattentechniken wurden eingeübt. Von Herrn Kreuzer, dem Leiter der Fachambulanz für Suchtprobleme wurden sie mit der Problematik noch intensiver vertraut gemacht. Am Freitag kam ein Vortrag von Herrn Polizeihauptkommissar Gradl von der PI Regenstauf dazu. Zum Abschluss bereiteten sich die vier Debattanten, Eva Freidl, Sebastian Hof, Khoi Nguyen und Varvara Novichikhina auf die Finaldebatte in der Mensa vor, welche die Frage behandelte, ob in Bayern Drogenkonsumräume eingerichtet werden sollten. Nach einer inhaltlich und sprachlich sehr überzeugenden Leistung konnte man erkennen, dass der intensive Austausch sprachlich und argumentativ Früchte trug.

Aufgrund der internationalen Ausrichtung des Projektes wird der Austausch sowohl vom Förderverein des Gymnasiums Lappersdorf, vom Bayerischen Jugendring und dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfond gefördert.

Herzlichen Dank allen Unterstützern.

Franz Kufner

Das Theater „Spielzeit“ aus Landshut gastiert mit dem ausgezeichneten Jugendtheaterstück stück „Das Herz eines Boxers“ am Gymnasium Lappersdorf

…und spätestens als sich dann der „Rote Leo“ in ausgeleierter Altmännerunterwäsche zu den Klängen von Grönemeyers „Männer“ als alte Frau verkleidet, wozu er sich zunächst -  immer noch Socken tragend -  eine kleidsame (Ironie!) graue Feinstrumpfhose über die dürren Beine streift, um sich dann einen riesenhaften BH überzustreifen, den er mangels natürlicher Voraussetzungen mit einer Plastikfolie ausstopft, spätestens dann ist klar: Das Jugendtheaterstück „Das Herz eines Boxers“ von Lutz Hübner, das sich die siebten und achten Klassen am 15.12.2014 ansehen durften, besticht nicht nur durch schnell-freche Dialoge, die mitunter sehr nachdenklich stimmen, sondern auch durch sehr viel Humor und Wortwitz. Die beiden Landshuter Schauspieler vom Theater „Spielzeit“ schafften es aber auch gleich zu Beginn, durch die adaptierte schnoddrige Jugendsprache die Schülerinnen und Schüler in ihren Bann zu ziehen. Gesprochen wird diese von Jojo, der zur Strafe für ein vorgeblich von ihm gestohlenes Mofa Sozialstunden in einem Altersheim ableisten muss. Während er mit unfassbarer Laaangsamkeit eine Wand streicht, philosophiert er über die Folgen seiner „Tat“ (man könnte hier auch „flucht“ schreiben) – nichtahnend, dass ihm der alte Mann, von dem er annimmt, dass er aufgrund eines Schlaganfalls nur noch teilnahmslos in einem Stuhl sitzt, sehr aufmerksam zuhört. Recht schnell stellen sich zwei Dinge heraus:

1. Der Schlaganfall ist nur fingiert. 2. Der alte Mann war seinerzeit ein berühmter Boxer – eben jener eingangs erwähnte „Rote Leo“. Von der Möglichkeit begeistert, sich jeden Gegner mit eiserner Faust aus dem Weg zu boxen, lernt Jojo recht schnell, dass es darum nicht geht: Es geht im Leben nicht um den schnellen Sieg, den schnellen Erfolg. Es geht darum zu erkennen, wer man selbst ist, welche Schwächen und Stärken man hat. Die wichtigen Regeln im Boxkampf, nämlich „Immer in Bewegung bleiben!“ und „Immer die Chancen nutzen, die sich bieten!“, werden vom Roten Leo quasi als Boxkampfmetapher auf das Leben übertragen. Und als der alte Mann selbst tatsächlich droht sich aufzugeben, weil er sich in dem Altenheim ausweglos gefangen fühlt, schafft es Jojo, ihn mit ebendiesen Boxkampfmetaphern dazu zu bewegen, verkleidet als alte Frau aus dem Altenheim zu fliehen, um nach Frankreich zu fahren.

Nebenbei geht es freilich auch um die erste Liebe von Jojo und sein Unvermögen mit dieser Verliebtheit umzugehen. Und wie nebenbei weiht ihn der Rote Leo in die Kunst ein, einer Frau den Hof zu machen. Und freilich gelingt es Jojo fast wie nebenbei, die Ratschläge des erfahrenen Kavaliers alter Schule erfolgreich umzusetzen…

A.      Pilhofer

Für die Fachschaft Deutsch

 

Poetry Slam

Dieses Schuljahr fand der erste Lappersdorfer Poetry Slam unter dem Motto „Junior Slam on the Hill“ statt. So wie auch die Terminologie aus Amerika stammt, so soll auch die Atmosphäre bei einem Poetry Slam locker sein. Ein Poetry Slam ist zwar eine Art dichterischer Wettbewerb, aber einer der wichtigsten Grundsätze lautet: „The points are not the point!“ Es geht vielmehr um die Lust an guten Texten, am Experimentieren mit Sprache und Literatur. Unter diesem Motto trafen sich zehn mutige Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen, die das Experiment zum ersten Mal wagen wollten, mit zwei wirklichen Slammern zu einem Nachmittagsworkshop. Tobias Heyel und Svenja Gräfen slammen seit Jahren erfolgreich. Svenja Gräfen war sogar ein Jahr lang die beste deutsche Slammerin und Tobias Heyel ist gemeinsam mit Pauline Füg als das Duo „großraumdichten“ seit Jahren aktiv und sehr bekannt. Am Slam-Abend zahlte sich die beachtliche Anstrengung unserer literarischen Pioniere aber aus: Die Veranstaltung, die gemeinsam mit der Schulband GLout bestritten wurde, war ein fantastischer Erfolg. Die komplett in Eigenregie verfassten Texte regten teils zum Denken an, waren lustig oder gesellschaftskritisch, und das in aller Regel mit einer gehörigen Portion Ironie versetzt. Das Publikum war immer wieder erstaunt, was unsere doch noch recht jungen Slammer schon leisten konnten. Die „Platzierten“ waren am Ende Anna-Theresa Dettenhofer, Moritz Kellner und Mattis Moll als Team und Jule Richter. Aber bekanntlich gilt das Motto „The points are not the point!“.

Sibylle Hösl

„Fleisch ist ein Stück Lebenskraft…“

Am 25.6. machten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8B auf den Weg nach Roßbach, um dort im Rahmen des Projektes „Zeitung in der Schule“ die Fleiwa - Fleischwaren zu besuchen. Gleich nach dem Aussteigen aus dem Bus umwehte uns ein leckerer Bratengeruch – und dieser Fleischgeruch begleitete uns durch alle Bereiche der Produktion. Doch bevor wir in diese geführt wurden, fanden wir uns im Brotzeitraum des Unternehmens zusammen, um uns dort gemäß der Hygienevorschriften in weiße Plastikmäntel und -hauben zu hüllen, was für viel Heiterkeit sorgte, sahen wir doch jetzt aus, wie OP-Schwestern oder Chemiearbeiter auf dem Weg zur Arbeit. In zwei Gruppen aufgeteilt durften wir alle Bereiche der Wurst und Fleischproduktion besichtigen, wobei sich manche eher um das Kühlhaus drückten als einen Blick hineinzuwerfen, denn dort hingen an Haken aufgehängt Schweinehälften. Auch im weiteren Verlauf der Besichtigung waren wir hin – und hergerissen zwischen Faszination und Ekel: In riesigen Bottichen schwammen Fleischstücke in Salzlake, Schweineköpfe warteten auf ihre Weiterverarbeitung, frisch gepökelte Schweinshaxen erinnerten noch wenig an das, was man sonst im Biergarten auf den Teller bekommt. Gleichwohl betrachteten wir neugierig Innereien wie Schweineherzen, Schweinezungen und Schweinelungen, verglichen die Größe mit Rinderherzen – und froren auch ziemlich, ist doch der Verarbeitungsbereich auf zwölf Grad herabgekühlt. Wieder im Brotzeitraum zurück wurden uns Weißwürste und Wiener serviert – und obwohl wir nun wussten, dass die Wiener im Schafdarm „aufgezogen“ (Fachbegriff) werden und wir diese Vorstellung gerade eben noch ziemlich grausig fanden, haben wir mit gutem Appetit gegessen. Sehr interessant war im Anschluss daran die Erzählung des Seniorchefs, der seinen Werdegang vom Schlachter, zum Metzger, zum Unternehmer aufzeigte. Sehr humorig und gut gelaunt legte er uns einiges ans Herz – unter anderem: „Wenn das Alte auch noch geht, braucht man nichts Neues – drum bin ich auch schon 50 Jahre verheiratet“.

Anja Pilhofer