Fachschaft Französisch

Das Fach Französisch wird am Gymnasium Lappersdorf neben Latein als 2. Fremdsprache ab der 6 Klasse unterrichtet. Seit dem Schuljahr 2015/16 ist es auch möglich, im Sprachlichen Zweig Französisch als 3. Fremdsprache zu wählen. Aufgrund der zu geringen Schülerzahl konnte allerdings bislang kein solcher neuer Französischkurs in den 8. Klassen gebildet werden.

Französisch als moderne Fremdsprache zeichnet sich durch einen lebendigen Unterricht aus, der die kommunikativen Fähigkeiten der Schüler fördert. Grundlage des Unterrichts bilden die einfachen, bildgestützten Texte des Lehrbuchs.

Im Französischunterricht wird sehr viel Wert auf das Verstehen der Sprache (Hörverstehensaufgaben) und die mündliche Ausdrucksfähigkeit (Vorspielen von kurzen Szenen, Dialoge) gelegt. Die Schüler lernen natürlich auch,sich schriftlich auszudrücken und verfassen bereits im ersten Lernjahr einfache Texte wie kurze Briefe (z.B. Karte aus dem Urlaub), Dialoge oder Dolmetschaufgaben, die die unmittelbare Lebenswelt zum Thema haben (z.B. Unterhaltung mit einem französischen Schüler, Einkaufen in Frankreich).

Um diese Qualifikationen zu erlangen, erlernen die Schüler wichtige Grundlagen der Aussprache, einen kommunikativ orientierten Grundwortschatz und zentrale Strukturen der Grammatik mit kompetenzorientiertem Schwerpunkt.

Einen wichtigen Teil der Unterrichtsarbeit bilden Texte (Schulbuchtexte, aber auch einfache authentische Texte, Dialoge, Spielszenen, Geschichten, Hörtexte, Reime oder Kinderlieder), Bilddokumente (Stadtplan, Grundriss von Häusern, Bilder, Comic, Bilderbuch) und Medien (Lieder, Filmsequenzen).

Von zentraler Bedeutung ist natürlich auch die Landeskunde, damit die Schüler einen ersten Einblick in das Nachbarland Frankreich mit seinem Alltagsleben (Familie, Schule, Freizeit, wichtige Feste und Traditionen, Geographie, wichtigste Städte und Sehenswürdigkeiten) gewinnen.

Damit die erworbenen Französischkenntnisse auch vor Ort erprobt werden können,  bietet die FS Französisch für die 8. Klassen einen Schüleraustausch mit dem Collège Sainte-Anne in Plougastel-Daoulas in der Bretagne an.

 

Was spricht dafür, Französisch zu lernen?


Die Bedeutung des Französischen in der Welt:

  • Muttersprache von 85 Mio. Menschen
  • Amts-, Verkehrs- und/oder Unterrichtssprache von 200 Mio. Menschen auf der ganzen Welt
  • Weltsprache: nach Englisch zweitwichtigste internationale Kommunikationssprache:
  • (Amtssprache der UNO, UNESCO, Fifa, Internationales Olympisches Komitee)


Die Bedeutung des Französischen in Europa:

  • wichtigste Sprache neben Englisch und Deutsch
  • Amtssprache in EU, Europarat und europäischem Gerichtshof
  • Muttersprache in Frankreich, Luxemburg, Monaco und Teilen der Schweiz und Belgiens
  • neben Englisch meistgelehrte Fremdsprache


Die Bedeutung des Französischen im Berufsleben:

  • 53 Jahre Elysée-Vertrag: Starke Zusammenarbeit in der  Politik und der Kultur
  • Frankreich ist Deutschlands direkter Nachbar und wichtigster Handelspartner (18% des deutschen Exportes)
  • Ca. 400.000 Arbeitsplätze in Deutschland hängen vom wirtschaftlichen Austausch mit Frankreich ab.
  • Zahllose Unternehmen wie Airbus, Siemens, Bosch sind in beiden Ländern aktiv.
  • Ca. 2.000 französische Unternehmen sind in Deutschland angesiedelt.
  • Ca. 2.500 deutsche Unternehmen haben ihren Sitz in Frankreich. 

Und außerdem ist Frankreich ein wunderschönes Urlaubsland, in dem man sich wie Gott in Frankreich fühlt.                                                               

Kristina Schaller für die FS Französisch

P-Seminarfahrt nach Paris 2019

Samstag, 20.Juli 2019

Unsere Reise nach Paris begann damit, dass wir uns alle um 3:00  morgens am Regensburger Hautbahnhof für den ausgewählten Zug über München nach Paris  getroffen haben. Kurze Zeit später fuhr der Zug auch schon mit seinen teilweise noch müden Passagieren ab.

Als wir schließlich ungefähr neun Stunden später nach einem kurzen Aufenthalt am Münchner Bahnhof am Pariser Gare de l'Estangekommen sind, machten wir uns sofort  per Metro zu unserem Hostel im 10. Pariser Arrondissement auf und konnten so auch gleich erste Eindrücke der Metropole sammeln. Im Hostel Generator, einer schönen, modernen und  vor allem nah der Metro gelegenen Jugendherberge bezogen wir nun unsere Zimmer und legten alles Gepäck ab. Um 15:00, nach einer kurzen Pause, ging es auch gleich weiter, denn die Besichtigung der Thermes de Lutece , also der Überreste der antiken, römischen Thermen im  zentralen Quartier Latin stand nun auf dem Plan. Dort konnten wir viel über die römische und antike Geschichte der Stadt Paris lernen und beeindruckende Überreste der Thermen besichtigen. Anschließend machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur nächsten antiken Sehenswürdigkeit im Pariser Quartier Latin : den Arenes de Lutece.  Dort erfuhren wir nun noch mehr über die Zeit in der Paris eine römische Provinzstadt war und genossen die  entspannte Atmosphäre der heute in einen öffentlichen Platz umgewandelten Arena. Danach teilte sich die  Gruppe in mehrere Kleingruppen auf, die sich im schönen 5. Arrondissement oder am nahe gelegenen Seineufer ein französisches Abendessen schmecken ließen. Die letzte Aufgabe des ersten Tages war es dann bis 22:00 wieder mit der Metro zum Hostel zurückzukehren, wo wir dann erschöpft unsere Betten bezogen und früh schlafen gingen.

 

Sonntag, 21. Juli 2019

Nach dem Aufstehen genossen wir zuerst die kulinarische Vielfalt des  Frühstücks in unserem Hostel, bevor wir uns zum Louvre, dem bekanntesten Pariser Museum aufmachten. Dort gab es nun einen Vortrag über die Geschichte der Pariser Stadtmauern, wobei wir auch einen im Museum ausgestellten Überrest des einst sehr pompösen mittelalterlichen Schutzwalls besichtigten. Bei  sehr warmen 38 Grad Celsius  zogen wir uns nun dankbar in den Schatten des nahegelegen Parks Jardin de Tuileries zu einem französischen Picknick zurück. Dort und anschließend auch im Hôtel des Invalides, einem Museum für Kriegsgeschichte und  Grabstätte Napoleon Bonapartes befassten wir uns mit der Zeit des Absolutismus in Paris. Mit der Metro gelangten wir in das moderne Bankenviertel La Défense, wo wir unter dem Grande Arche, einer Art moderner Version des legendären Arc de Triomphe, einem interessanten Vortrag über die Architektur des Viertels lauschten. Aufgrund der verschiedenen Interessen entschloss  sich die Gruppe  dann dazu, sich für das Abendessen erneut aufzuteilen.

 

Montag, 22. Juli 2019

Nach einem kurzem Frühstück fanden wir uns am Montagmorgen auf der Île de la Cité, dem Herzen der Stadt, zusammen. Nachdem wir uns während eines Spaziergangs durch die malerische Straßen mit der Entwicklung der Insel seit Stadtgründung beschäftigt hatten, machten wir uns zur Kathedrale Notre Dame auf. Vorort wurden wir über die Geschichte der Kirche und die Folgen des erst kürzlich entstandenen Brandes informiert. Trotz der erheblichen Schäden am Dachstuhl wirkte die Kathedrale auf uns immer noch sehr beeindruckend. Nach der Besichtigung genossen wir das schöne Wetter an der Seine und suchten uns auf der Île Saint-Louis, einer etwas kleineren Nachbarinsel der Île de la Cité , etwas zu Mittagessen. Dass Paris nicht nur alte und klassische Kunst aufweisen kann, zeigte uns der folgende Besuch im Centre Pompidou, einem berühmten, von der Architektur ungewöhnlichen Museum für  moderne Kunstgegenstände. Besonders schön war hierbei auch der weite Blick über Paris, den man vom Dach des Museums genießen konnte. Ohne große Pause ging es dann auch schon weiter mit  einem Vortrag über die Geschichte der Pariser Cafehäuser. Nach dem individuellen Abendessen bewunderten  wir  erneut die faszinierende Aussicht über die abendliche Metropole vom Dach des Tour Montparnasse, einem modernen Wolkenkratzer mitten in Paris.

 

Dienstag, 23. Juli 2019

Sehr heiß her ging es (42°), als wir am Dienstagmorgen den Place de la Bastille besichtigten und uns mit der französischen Revolution auseinandersetzten. Dort, wo sich einst die Bastille befand, deren „Sturm“ das Zeitalter der Demokratie einläutete, befindet sich heute noch ein großer Platz mit einer Säule, die an dieses bedeutende Ereignis erinnert. Ein paar Metrostationen weiter, am anderen Ende der Stadt, spazierten wir möglichst im Schatten die weltberühmte Prachtstraße Avenue des Champs-Élysées entlang und machten dabei am Arc de Triumphe und dem Place de la Concorde Halt um einem Vortrag über das Paris während des zweiten Weltkrieges zuzuhören. Im umliegenden Viertel folgte eine Analyse der prägnanten Architektur des Stadtplaners Haussman und die Gruppe entschied sich einstimmig dazu, aufgrund der hohen Temperaturen eine Pause an einem geeigneten Supermarkt einzulegen. Nach einer erfrischenden Orangina war  dann erneut Zeit, den Nachmittag zum Beispiel im prestigeträchtigen Kaufhaus Galeries Lafayette zu verbringen. Abgerundet wurde der Tag durch ein gemeinsames Flammkuchenessen in einem schönen Restaurant in der Nähe des Place de Opera.

 

Mittwoch, 24. Juli 2019

Eine willkommene Abkühlung fanden wir am nächsten Morgen in den Pariser Katakomben. Vor der schaurigen Kulisse, geboten durch Millionen von Knochen ehemaliger, verstorbener Pariser erfuhren wir, dass die unterirdischen Gänge einst als Massengrab genutzt wurden. Ebenfalls als sehr interessant gestaltete sich der darauffolgende Vortrag über die Geschichte der Pariser Straßenbeleuchtung in verschiedenen Teilen der Stadt, unter anderem dem Grand Palais, ein beeindruckendes Bauwerk nahe der Avenue des Champs-Élysées. Ein klassizistischer Brunnen an der nicht weit entfernten Pont Alexandre III bot anschließend eine Möglichkeit, die Füße abzukühlen und die sommerliche Atmosphäre der Stadt zu genießen. Am Gare de Lyon, einem der bedeutendsten und gleichzeitig schönsten Bahnhöfen Europas endete unsere Reise durch die Pariser Stadtgeschichte mit einem Referat über die Vergangenheit und Architektur des Bahnhofs. Nach einem entspannten, frei gestaltbaren Nachmittag ließen wir die Reise in Form eines gemeinsamen Picknicks an der Seine ausklingen.

 

Donnerstag, 25 Juli 2019

Nachdem wir von unserem Hostel ausgecheckt hatten, machten wir uns am Donnerstagmorgen mit unserem Gepäck ein letztes Mal per Metro zum Gare de l’Est auf. Schon während der langen Zugfahrt nach Frankfurt wurde uns klar, dass wir aufgrund verpäteter Züge nur wenig Zeit zum Umsteigen haben würden. Und tatsächlich: Die sehr hohen Temperaturen führten dazu, dass sich viele Züge verspäteten oder sogar ausfielen und wir dazu gezwungen waren, eine uneingeplante Nacht in Frankfurt zu verbringen. Trotz der unerwarteten Verzögerung behielt die Gruppe ihre gute Laune und wir konnten in einem, von der Deutschen Bahn gestellten Hotel übernachten.

 

Freitag, 26 Juli 2019

Am nächsten Morgen verlief dann zum Glück alles glatt und wir kamen um 12.00 erleichtert und mit vielen schönen Erinnerungen an die gemeinsame P-Seminarfahrt am Regensburger Hauptbahnhof an.

P-Seminarfahrt Paris 2019