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VR und AR in den MINT Labs Regensburg – Die Forscherklasse des Gymnasiums Lappersdorf programmiert virtuelle Welten

Wie entstehen virtuelle Welten? Und wie lassen sich eigene Spiele oder interaktive Szenarien gestalten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Forscherklasse der 6. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Lappersdorf bei einem Workshop in den MINT Labs Regensburg. Dort arbeiteten die Schülerinnen und Schüler einen Vormittag lang mit einem Tool zur Erstellung von Virtual-Reality- (VR) und Augmented-Reality- (AR) Anwendungen für den Bildungsbereich.

Am 12. Mai 2026 besuchte die Forscherklasse des Gymnasiums Lappersdorf die MINT Labs Regensburg. Im Mittelpunkt des vierstündigen Workshops stand die Entwicklung eigener virtueller Welten mit einer blockbasierten Programmiersprache, die in Aufbau und Bedienung an Scratch erinnert. Mit Scratch hatten die Schülerinnen und Schüler bereits im vergangenen Schuljahr gearbeitet, als sie in der Forscherklasse Microcontroller programmierten. Dadurch fiel vielen der Einstieg in die neue Entwicklungsumgebung leicht.

Zu Beginn lernten die Kinder zunächst die grundlegenden Funktionen des Programms kennen. Die erste Aufgabe bestand darin, eine virtuelle Umgebung mit Menschen und Tieren zu gestalten und diese mit Bewegungen und Animationen zu versehen. Die Ergebnisse konnten direkt ausprobiert werden: In den MINT Labs standen acht Virtual-Reality-Brillen zur Verfügung, mit denen die selbst erstellten Welten unmittelbar betreten und getestet werden konnten. Dadurch wurde schnell sichtbar, wie sich Veränderungen im Programmcode auf die virtuelle Umgebung auswirkten.

In einer zweiten Aufgabe programmierten die Schülerinnen und Schüler Bewegungsabläufe entlang vorgegebener Pfade. Verschiedene Objekte sollten sich durch die virtuelle Szene bewegen.

Den größten Umfang nahm die abschließende Aufgabe ein: die Entwicklung eines eigenen Jump-and-Run-Spiels. Dabei entstanden unterschiedliche virtuelle Parcours, die anschließend mit den VR-Brillen erkundet werden konnten. In einem der Spiele, das man im Bild sieht, musste man beispielsweise von einem Piratenschiff über bewegliche Ruderboote und schwimmende Kisten zu einem kleinen Segelschiff gelangen. Durch die direkte Rückmeldung in der virtuellen Umgebung konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Spiele testen und verändern.

Im Verlauf des Workshops entdeckten viele Kinder selbstständig weitere Möglichkeiten des Programms. So wurden zusätzliche Animationen eingebaut oder Sounds in die virtuellen Welten integriert. Die Offenheit des Systems ermöglichte es den Schülerinnen und Schülern, eigene Ideen auszuprobieren und ihre Projekte individuell weiterzuentwickeln.

Die Rückmeldungen während des Workshops zeigten, dass die Arbeit mit VR auf großes Interesse stieß. Mehrfach war zu hören: „Das hat Spaß gemacht!“, „Müssen wir schon Schluss machen?“ oder „Können wir zuhause weitermachen?“ Tatsächlich nutzten viele Schülerinnen und Schüler die Zugangsdaten der Plattform auch nach dem Workshop weiter, um zuhause an ihren Projekten zu arbeiten – auch ohne eigene VR-Brille.

Die vier Stunden in den MINT Labs vergingen für die 28 Kinder schnell. Neben dem praktischen Umgang mit virtuellen Welten sammelten sie Erfahrungen im strukturierten Programmieren, im Testen eigener Lösungen und im kreativen Entwickeln digitaler Inhalte.

Ein besonderer Dank gilt Sandra Hannweg und Nathalie Mundig von den MINT Labs Regensburg für die Durchführung des Workshops und die Betreuung der Forscherklasse.

Für die Forscherklasse: Dr. Andreas Rogl