Latein kann man übersetzen.
Man kann es analysieren.
Man kann es – wie beim Roman Rumble – auch kämpfen.
Im diesjährigen Schuljahr verwandelte sich die Antike in eine Wettkampfarena: Beim Roman Rumble traten Schülerinnen und Schüler gegeneinander an, um ihr Wissen über die antike Welt unter Beweis zu stellen. Gefragt waren dabei nicht Deklinationsendungen oder Übersetzungstricks, sondern Überblick, Sachkenntnis und ein kühler Kopf – ganz im Sinne römischer Tugenden.
In mehreren Vorrunden setzten sich die Teams mit Fragen aus den Bereichen Mythologie, Geschichte, Religion, Militär, Kunst und Architektur sowie der Wirkung der Antike bis in unsere Gegenwart auseinander. Schätzfragen, Entscheidungsrunden und Transferaufgaben sorgten dafür, dass nicht nur auswendig Gelerntes zählte, sondern echtes Verständnis.
Besonders spannend: Alle Fragen zielten darauf ab, die Antike als lebendigen Kulturraum erfahrbar zu machen. Woher kommen unsere Wochentage? Warum tragen Götter bestimmte Attribute? Welche römischen Ideen wirken bis heute nach? Der Roman Rumble zeigte eindrucksvoll, dass die Antike alles andere als verstaubt ist.
Nach der schriftlichen Vorrunde kurz vor Weihnachten, bei der sich über 50 Schüler im Battle Royal miteinander maßen, war der Höhepunkt des Wettbwerbs der Clash of Legions, das bewusst öffentlich in der Mensa stattfand. Vor Publikum traten die vier besten Teams gegeneinander an, beantworteten jede Frage gleichzeitig und sammelten Punkt um Punkt. Unterstützt von lautstarken Fanlagern und angetreten in Teamfarben nach dem Vorbild antiker Wagenlenker, wurde das Finale zu einem ebenso spannenden wie fairen Wettkampf.
Am Ende standen nicht nur Siegerinnen und Sieger fest, nämlich Luca Fischer, Rabea Wolpert und Victoria Peters in den Jahrgangsstufen 9-12 und Bastian Birler und Laurenz Schweiger in den 6.-8. Klassen, sondern vor allem eines: die Erkenntnis, dass Fachwissen, Teamgeist und Begeisterung für alte Inhalte hervorragend zusammenpassen.
Der Roman Rumble hat gezeigt, dass schulisches Lernen motivierend, kreativ und gemeinschaftsstiftend sein kann – besonders dann, wenn Wissen nicht nur geprüft, sondern gefeiert wird.
Vale et pugna – wir freuen uns auf die nächste Runde.
Benjamin Bachhuber