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LOST TRACES 2.0 – Eine Spurensuche zum jüdischen Erbe in Prag

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach der Spurensuche zum jüdischen Erbe in Regensburg, die von 20.-24. November 2018 anlässlich des „LOST TRACES…“-Projektes zum Europäischen Kulturerbejahr stattgefunden hatte, haben zwölf Schülerinnen und Schüler der zehnten Jahrgangsstufe den Gegenbesuch in Prag angetreten.

Wie im Vorjahr ging es darum, gemeinsam mit Schülern der Deutschen Schule Prag die Geschichte und die aktuelle Entwicklung der jüdischen Gemeinde zu beleuchten – nur dieses Mal eben in der Stadt an der Moldau. Nach der offiziellen Eröffnung des Workshops in der Bayerischen Repräsentanz zogen die Schüler in deutsch-tschechischen Teams los, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Auf dem Programm stand dabei neben der Befragung von Passanten und Einheimischen auch ein Besuch des Jüdischen Museums und des Judenviertels, der bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. 

Bei der von den Projektteams vorbereiteten und moderierten Abschlusspräsentation im Goetheinstitut konnten die Schülerinnen und Schüler dann nicht nur mit umfassenden Kenntnissen zum jüdischen Erbe in Prag aufwarten, sondern auch mit zahlreichen gemeinsamen Erlebnissen, die vom „cholesterinreichen“ Essen in den Gastfamilien bis hin zu Musikwünsche erfüllenden Straßenmusikern reichten.

„Die Auseinandersetzung mit der Geschichte kann in der Schule oft zermürbend sein. Aber wenn man wirklich etwas Praktisches machen kann und dabei noch mit Freunden unterwegs ist, wird es viel aufgelockerter und man setzt sich lieber mit solchen Themen auseinander. Es war eine tolle Zeit, weshalb solche Projekte unbedingt weitergeführt werden sollten.“ (Lukas Kapfenberger, 10c)  

„Zum Abschluss kann man sagen, dass sowohl die Schüler aus Lappersdorf als auch die Schüler aus Prag viel Neues gelernt haben. Die zahlreichen Erlebnisse und Eindrücke haben uns näher zusammengebracht und wir haben neue Freunde gefunden. Wir haben viel über die jüdische Kultur und Religion gelernt und konnten es, anders als in der Schule, mit eigenen Augen sehen. Wir hoffen, der Kontakt zwischen unseren Schulen bleibt noch bestehen und dass wir das Band mit weiteren Austauschen stärken können.“ (Jasmin Raz, 10a)