Zum Hauptinhalt springen

Leseempfehlungen des Schulbibliotheksteams 

In Zeiten von geschlossenen Buchhandlungen und Bibliotheken ist es schwieriger als sonst, Inspiration für neuen Lesestoff zu finden. Daher haben sich die Mitglieder des Wahlfachs Schulbibliothek daran gemacht, Leseempfehlungen für verschiedene Altersgruppen zu verfassen. Diese finden sich hier.

 

 

Leseempfehlung ab 10 Jahren

 

Warrior Cats – In die Wildnis (Bd.1) 

(von Erin Hunter, erschienen 2008 im Beltz &Gelberg-Verlag)

 

„In die Wildnis“ ist der erste Band einer langen, langen Geschichte. Sie handelt von Clankatzen, die sich in der Wildnis zurechtfinden müssen. Der junge Hauskater Sammy (im Englischen „Rusty“) wird von der Anführerin Blaustern eingeladen, sich dem DonnerClan anzuschließen. Er weiß nicht, was ihn erwartet, schließt sich aber trotzdem dem DonnerClan an und bekommt den Namen Feuerpfote. Auf ihn warten viel Abenteuer, die er mit seinen Freunden Graupfote und Rabenpfote meistert. 

Ich finde das Buch gut, weil es klar macht, dass man nicht das ist, was andere aus einem machen. Man ist das, was mein sein will. Denn aus Sammy, dem verweichlichten Hauskätzchen, wird in diesem und den darauffolgenden Bänden ein loyales Mitglied des DonnerClans. Und das ist das, was zählt: Sei du selbst und habe genug Vertrauen in dich. Das ist der Wert, den das Buch vermittelt und ich finde es schön, dass man aus Büchern lernen kann.

Marina

 

Leseempfehlung ab 11 Jahren

 

Maia oder als Miss Minton ihr Korsett in den Amazonas warf

(von Eva Ibbotson, erschienen 2006 im dtv-junior-Verlag)

 

In dem Buch geht es um das Mädchen Maia, das 1910 in London in einem Waisenhaus aufwächst, bis irgendwann bekannt wird, dass sie Verwandte in Brasilien hat. Als sie dann tatsächlich zu diesen darf, ist Maia hellauf begeistert. Doch als sie dann nach Brasilien kommt, wird sie enttäuscht. Die Familie ist gemein und braucht nur das Geld, das sie wegen Maia kriegt. Doch nicht alles ist schlecht: Da ist Miss Minton, ihr Kindermädchen, Clovis, der Schauspieler, und auch die Einheimischen sind sehr nett zu ihr. Mit diesen freundet sie sich an. Sie ahnt nicht, dass sie deshalb bald in ein Abenteuer verwickelt wird.

Das Tolle an dem Buch ist unter anderem, dass man die brasilianische Kultur und das Land kennenlernt, besonders wie schön es dort sein kann, wie freundlich die Menschen und wie beeindruckend die Tiere sind. Außerdem waren mir die Protagonisten von Anfang an sympathisch, insbesondere Maia. Da die Gefühle von ihr toll beschrieben werden, kann man sich richtig in ihre Situation hineinversetzen.

Ich kann das Buch für alle Kinder und Jugendlichen ab 11 empfehlen. Es ist ein tolles Buch und mal eine ganz andere Geschichte.

Miriam

 

Leseempfehlung ab 11 Jahren

 

Die Insel ist zu klein für uns vier 

(von Gery Greer und Bob Ruddick; erschienen 1996 bei Beltz & Gelberg) 

Die beiden Freunde Scott und Pete haben vor, ein paar Tage allein zu zelten – eigentlich ein cooler Plan. Allerdings ist das Zelt, das sie zur Verfügung haben, weniger cool, denn es hat das Design eines Lebkuchenhauses. Da die beiden ihre freien Tage jedoch auf einer verlassenen Insel verbringen möchten, finden sie sich damit ab und beginnen ihren Kurzurlaub. Doch die Insel ist gar nicht so verlassen, wie Scott und Pete anfangs gedacht haben. Bald schon beginnt ein Wettstreit mit zwei Mädchen, und damit jede Menge witzige Abenteuer. 

Das Buch ist sowohl für Jungen als auch für Mädchen geeignet, denn allen Beteiligten geht es gleich: Mal sind sie erfolgreich in ihrem Wettstreit mit dem anderen Geschlecht, dann unterlaufen ihnen wieder Missgeschicke und Fehltritte. Auf nur 130 Seiten werden diese Abenteuer auf witzige Weise dargestellt. Unterhaltsam – lustig – lesenswert! 

 

B.B.

 

Leseempfehlung ab ca. 14 Jahren 

 

Die Känguru – Chroniken

(Marc-Uwe Kling, erschienen 2009; Ullstein Buchverlage) 

 

Marc-Uwe lebt ein ganz normales Leben, bis eines Tages ein kommunistisches Känguru bei ihm einzieht und sein Leben auf den Kopf stellt. Schon bald entwickelt sich eine feste Freundschaft der beiden. 

 Das Buch besteht aus vielen kurzen Geschichten, die meist nur ein bis zwei Seiten lang sind und ist deswegen auch etwas, um sich zwischendurch fünf Minuten hinzusetzen und zu lesen. 

 Kategorie „Muss man gelesen haben“! 

 

Tim S. 

 

Leseempfehlung ab ca. 14 Jahren 

 

Tschick 

(Wolfgang Herrndorf; erschienen 2010 im Rowohlt Verlag)   

 

Maik Klingenberg bereitet sich schon auf langweilige Sommerferien zuhause ohne seine Eltern vor, als ein paar Wochen vor dem Ende der Schule Andrej Tschichatschow, genannt Tschick, auftaucht. Der schlägt ihm vor, dass sie sich jetzt einfach in ein Auto setzen und in die Walachei fahren könnten. Gesagt, getan: Die beiden verbringen die Sommerferien in einem Lada, auf einer Reise durch Deutschland, ohne Führerschein und ohne Plan.  

„Tschick“ hat 253 Seiten und wurde 2015 verfilmt.  

 

Tim S.

 

 

Leseempfehlung ab 14 Jahren 

 

Thalamus 

(Ursula Poznanski; erschienen 2018 im Loewe-Verlag) 

 

Nach einem schweren Unfall wacht Timo in einer Spezial-Unfallklinik wieder auf. Nachdem er sich aus dem Wachkoma zurückgekämpft hat, entdeckt er, dass die Ärzte den Patienten keineswegs helfen wollen. Auch wenn ihn seine eingeschränkte Leistungsfähigkeit dabei stark behindert, versucht er die Machenschaften der Ärzte zu beenden. 
 

Das Buch ist realistisch erzählt und auch für diejenigen, die sich sonst nicht trauen, Thriller zu lesen absolut empfehlenswert. 

 

Tim S. 

 

Leseempfehlung ab 16  

 

Er ist wieder da 

(Timur Vermes; erschienen 2012 im Eichborn Verlag)  

 

In „Er ist wieder da“ erwacht der ehemalige deutsche Diktator Adolf Hitler im Jahr 2011 in Berlin, wo er zuerst mit der neuen Welt zurechtkommen muss. Da jeder davon ausgeht, dass er einfach nur ein sehr guter Imitator ist, beginnt er schon bald eine Karriere als Unterhalter im Fernsehen, wobei Hitler viele komische Momente schafft. Timur Vermes schafft es, dass man beim Lesen viel Lachen kann, ohne dass er die Gräueltaten Hitlers verharmlost.  

„Er ist wieder da“ gibt es außerdem als Hörspiel und Film. 

 

Tim S.