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„Kurzausflug“ an den Golf von Neapel

Am Freitag, den 30.06., konnten die Lateinschüler der 10. und 11. Klassen zumindest gedanklich das Gymnasium Lappersdorf weit hinter sich lassen, um sich an den Golf von Neapel zu begeben. Mitgenommen auf diese Reise hat sie der renommierte italienische Professor Dr. Umberto Pappalardo, der aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung wohl als einer der besten Kenner der Ausgrabungen von Pompeji gelten darf und von der Fachschaft Latein zu einem einstündigen Vortrag eingeladen worden war.

Nach einigen Bemerkungen über die immer hochaktuelle Gefahr eines erneuten Vesuvausbruchs – Urlaubsreisen in diese Gegend sollten also besser nicht auf die lange Bank geschoben werden – kam Dr. Pappalardo auf den Vesuvausbruch 79 n. Chr. zu sprechen und zeigte deutlich die Wucht der damaligen Zerstörung. Im Anschluss widmete er sich vor allem den faszinierenden römischen Wandmalereien und Mosaikfußböden, die noch heute in Pompeji und Herkulaneum bewundert werden können. Dabei wies er deutlich darauf hin, dass die Schönheit der dort erhaltenen Kunstwerke auch ihre Schattenseite hatte – möglich war deren Finanzierung nur, weil die Pompejaner durch die Ausbeutung von Sklaven reich geworden waren. Heutzutage würden Mosaikfußböden, wie man sie in mancher pompejanischen villa finden kann, mehrere Millionen Euro kosten. Dass die Faszination für Pompeji auch in der Popmusik ihre Spuren hinterlassen hat, zeigte Dr. Pappalardo, als er den überraschten Zuhörern das Lied „Pompeji“ von Herbert Grönemeyer vorspielte. Mit diesem Lied endete dieser sehr informative Vortrag, in dem Dr. Pappalardo durch seine persönliche Art der Darstellung viele der Zuhörer für Pompeji begeistern konnte.