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Exkursion der Klasse 6c zum Blindeninstitut in Regensburg

Am 23.10.2018 besuchten wir, die Klasse 6c, zusammen mit Frau Guist und Herrn Dr. Schanderl das Blindeninstitut in Regensburg. Hier werden blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche betreut, unterrichtet und gefördert.

Nach der Begrüßung hatten wir die Gelegenheit, unsere Fragen zum Institut an zwei Mitarbeiterinnen zu stellen. Diese haben uns ihren Alltag in der Blindenschule erklärt und uns viele Informationen zum Thema „blind sein“ und „sehbehindert sein“ gegeben, sodass uns die Unterscheidung nun leichter fällt.

Anschließend bekamen wir Simulationsbrillen, welche eine Sehbehinderung nachstellen und so konnten wir nur unter erschwerten Bedingungen Brotzeit machen. Da kann es schon zu dem ein oder anderen Fleck kommen…

Nachdem wir den Therapiehund des Instituts kennenlernen durften, ging es weiter zum Licht-Aktiv-Raum. Dort können durch verschiedene Aktivitäten Lichtreflexe ausgelöst werden, die auch von Sehbehinderten noch wahrgenommen oder selbst ausgelöst werden können. Dieser Raum hatte auch auf uns eine sehr beruhigende Wirkung. Ein warmes Wasserbett und Wassersäulen hätte wohl jeder gerne zu Hause.

Außerdem hatten wir die Gelegenheit, ein Klassenzimmer zu besichtigen. Am Blindeninstitut gibt es eine Grundstufe, eine Mittelstufe und auch eine Berufsschule. In einer Klasse sind nur 5-7 Schüler, von denen einige zusätzlich zu ihrer Sehbehinderung noch weitere Handicaps haben. Manche Kinder sind zum Beispiel taub oder stumm, weshalb die Klassenzimmer mit vielen (technischen) Hilfsmitteln ausgestattet sind. Am Stundenplan sind die Fächer mit zusätzlichen Symbolen gekennzeichnet, die man sehr gut fühlen kann, zum Beispiel gibt es einen Fußball für das Fach Sport.

Im Lehrerzimmer wurde uns die Brailleschrift erklärt und jeder durfte Botschaften ent- oder verschlüsseln und seinen Namen mit Hilfe einer Sonderschreibmaschine in Brailleschrift drucken.

Schließlich kamen noch einmal die Simulationsbrillen zum Einsatz und wir versuchten, uns mit jeweils einem sehenden Partner im Gebäude zu bewegen. Obwohl es einige Hilfen wie Noppen am Boden als Warnung vor einer Treppe, selbstöffnende und –schließende Türen gibt, war das für uns wirklich nicht einfach.

Viel zu schnell was dieser interessante Vormittag vorbei und wir bedanken uns herzlich bei den Mitarbeitern des Blindeninstitutes, die sich so viel Zeit für uns genommen haben!

Alexander Hafner für die Klasse 6c