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Besuch eines römischen Legionärs

„Pugnate!“, „Testudo!“ – Das waren die wichtigsten Kommandos, welche die Lateinschüler der 6. Klassen am Dienstag, den 12.03.2019 lernen durften.

Ihr Ausbilder war der als römischer Legionär verkleidete Josef Geisberger von der Gruppe Monumentum Vividum: Als experimenteller Archäologe baut er verschiedene Ausrüstungsgegenstände römischer Legionäre nach, wie z. B. Schild, Schwert, Rüstung, Kettenhemd oder Soldatenschuhe. Diese erprobt er dann mit Gleichgesinnten bei echten Märschen, um so Fragen zum Leben der römischen Legionäre zu klären, die sich nur über das Studium von Schriften nicht lösen lassen.

Zu Beginn seines Vortrags führte er an einer Schülerin die Musterung durch, die ein Legionär in spe bestehen musste, um in die römische Armee aufgenommen zu werden. Dazu gehörte die Frage nach dem römischen Bürgerecht, nach exzellenter Fitness und guten Kenntnissen im Lesen und Schreiben. Von eifrig fragenden und antwortenden Schülern unterstützt erläuterte der Referent anschließend die viermonatige Ausbildung im Militärlager.

Zur Sache ging es dann bei der Ausrüstung eines Legionärs. Die Schülerinnen und Schüler wurden mit den Vorteilen der Sandalen der römischen Soldaten, dem richtigen Tragen eines Helms und dem richtigen Halten eines Schilds am eigenen Leib vertraut gemacht. Insbesondere das Verbergen des eigenen Körpers hinter dem riesigen Schild absolvierten die frischgebackenen Legionärinnen und Legionäre mit Bravour. Schwer wurde es hingegen im wahrsten Sinne des Wortes, als es an die Anprobe des 15 Kilogramm schweren Kettenhemds ging.

Ihren Abschluss fand die Ausbildung der kleinen Legion des GL mit dem Erlernen typischer Angriffsbefehle (Pugnate!) und der durch die Asterix-Comics berühmt gewordenen Formation der Schildkröte (Testudo!). Alle waren sich einig, dass ein solches Eintauchen in die römische Lebenswelt großen Spaß machen kann.