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A la recherche de la culture culinaire bretonne... alias... échange meets ERASMUS+

Auf die Suche nach der bretonischen (Ess-)kultur machten sich vom 18.-25. Mai 25 Französisch lernende Schüler:innen der Klassen 9abc im Rahmen des jährlichen Schüleraustausches mit unseren Partnerschulen Sainte-Anne in Plougastel-Daouals und Saint-Jean-de-la croix in Le Relecq-Kerhuon und durften dort gemeinsam mit ihren französischen Partnern und der griechischen ERASMUS+ Gruppe die Frage „Kann Essen kulturbildend sein?“ mit allen Sinne erforschen. 

PARIS – und die Sonne scheint…

Wer hätte gedacht, dass uns unser Weg zu unseren bretonischen Corres durch Paris, la plus belle ville du monde, führt? 

Aber ja doch, denn als Zugreisende durchquerten wir die Stadt mit der Metro und verweilten auf den schönsten Plätzen wie zum Beispiel auf der Hinfahrt vor dem Eiffelturm… oder flanierten auf der Rückfahrt gepflegt über die schönsten Ecken der Ile de la cité (Notre-Dame), bevor uns unser Weg zum Louvre führte. 

Doch so schön diese Stadt auch war, so zog es uns doch weiter auf unserer Reise in Richtung BREST, wo wir schon sehnsüchtig von unseren Corres und der griechischen ERASMUS+ Gruppe erwartet wurden, um zu erforschen, was denn die bretonische Esskultur so besonders macht. Und dafür liegt unsere Partnerschule Sainte-Anne genau richtig, nämlich im Herzen der Halbinsel Plougastel, die weltberühmt für ihre Erdbeeren ist, die hier erstmals in der alten Welt kultiviert wurden, um ihren Siegeszug quer durch Europa anzutreten. Diese einzigartige Geschichte erforschten wir am ersten gemeinsamen Arbeitstag und belohnten uns dafür gebührend mit einem bretonischen Abend, an dem wir genüsslich in die große Crêpes-Tradition der Bretagne eintauchen durften. Nach diesem kulinarischen Hochgenuss waren wir vollends in Stimmung, komplett kulturell bretonisch zu werden, denn wir schwangen ALLE das Tanzbein und wagten uns zu keltischen Dudelsackklängen an bretonische Tänze, die wir zwischenzeitlich mit Sirtaki und Polka variierten, denn schließlich waren wir ja mit ERASMUS paneuropäisch unterwegs. 

Am Freitag schwärmten wir in Gruppen aus, um in Erzeugerbetrieben (Gemüsebetriebe, Käsereien, Crêperien und Restaurants) die bretonische Esskultur zu erkunden. Das Highlight dabei war sicherlich die Austernfarm Kéraliou, in der wir das Seegetier nicht nur bestaunen, sondern auch probieren durften. Aber keine Sorge, die Mädchen auf dem Foto schlürfen lediglich harmlose Austern… Viel zu schnell ging das Wochenende vorbei, das unsere Gastfamilien individuell mit Familienfeiern, Bootsausflügen oder Segelturns gestalteten und uns zur Freude aller an einem Nachmittag in den Freizeitpark „La récré des 3 curés“ einluden.  

Der Wettergott meinte es auch am Montag gut mit uns, als wir per Boot auf die Ile de Batz übersetzen, wo wir den botanischen Garten besuchten und uns plötzlich in den Tropen wähnten… bis wir beim Picknick unsere Zehen ins Meer hielten und feststellten, dass wir die Klimazone wohl doch nicht gewechselt haben.

Ein kleines Tränchen mussten wir schon verdrücken, als der letzte Tag gekommen war, an dem wir mit unseren Corres einen Ausflug nach Pont-Aven und Conarneau machten. 

Diese malerischen bretonischen Städte haben auch kulinarisch einiges zu bieten. So machten wir uns im Fischereimuseum über den Sardinenfang kundig und besuchten eine typisch bretonische Keks- und Crêpes-Manufaktur, wodurch dann auch der Proviant für die Heimreise gesichert war. 

Alles in allem war es eine unvergessliche Zeit, die uns gezeigt hat, wie schön es ist, seine Fremdsprachenkenntnisse bei seinen französischen Freunden anwenden zu können, und wie wichtig es ist, gemeinsam am Haus Europa zu bauen. Vive la France, vive l‘Europe!

(Kristina Schaller, Fachschaftsleitung Französisch)